Unser A-Wurf und ihre stolze10-fach-Mutter
 

 

 

 

In der Hundezucht erlebt man eine Entwicklung im Zeitraffertempo.

Anfangs sind die Welpen so klein wie Mäuse, nur ihr Geruchssinn funktioniert, doch bereits nach 9 Wochen besitzt jeder seine eigene unverwechselbare Persönlichkeit.

 

 
     
Meine Zuchthündin Aischa
besitzt eine vorzügliche Zuchtbewertung und ist HD-frei (keine Hüftgelenksdisplasie).
Ein Gen-Test auf Delute erbrachte, dass sie eine reinerbig unverdünnte Fellfärbung besitzt (Untersuchungsbefund DD: Dies bedeutet, sie ist kein Anlageträger für Nachkommen mit silbergrauem Fell, was borstig ist und evtl. mit der Zeit ausfällt. Diese Gefahr besteht allerdings nur, wenn man 2 Anlageträger miteinander verpaart. Verpaart man einen anlagefreien Hund mit einem Anlageträger erhält man gesunde Welpen, die jedoch Anlageträger sein könnten und daher vor dem Zuchteinsatz untersucht werden müssen.).
Der Deutsche Pinscher ist eine gesunde Hunderasse, bei der bisher keine rasse-spezifischen Krankheiten auftreten und die auch nicht anfällig für Augenkrankheiten (oder andere hier aufgeführte Krankheiten!!!) ist. Da wir möchten, dass dies so bleibt, betreiben wir Vorsorge-Untersuchungen und sind u. a. Mitglied der freiwilligen Augeninitiative, ( siehe Link:
www.deutsche-pinscher-augeninitiative.de ) das heißt, wir lassen Aischa vor jedem Deckakt von speziell ausgebildeten DOK-Ärzten auf erbliche Augenkrankheiten (Kartharakt) untersuchen und verlangen diese Untersuchung auch vom Deckrüden. Am 8.10.2006, am 26.09.2008 sowie am 12. 05.2009 erhielten wir den Befund, dass bei Aischa keine Anzeichen von eventuell erblichen Augenerkrankungen vorliegen.
 
Aischa wurde u. a. am 14.10.06 auf der auf der Jahrhundert-Siegerschau in Dortmund mit „Vorzüglich“ bewertet. Von 7 ausgestellten Deutschen Pinschern in der Zwischenklasse war sie die Zweitbeste im Ring.
Am 06.04.08 hat Aischa in der offenen Klasse auf der Internationalen Rassehunde-Ausstellung in Berlin sowie auf KSA-Schauen am 19.08.07, 26.08.07 und 31.05.08 die Formwertnote "Vorzüglich"  erhalten.

In Richterberichten wird Aischa wie folgt beschrieben:

  • mittelgroß (47cm Schulterhöhe)
  • quadratischer Körperbau, korrektes Gebiss
  • gut aufgebaute Hündin mit sehr gutem Kopf und korrekten Abzeichen
  • dunkelbraune Augen, gut getragene Klappohren, Sichelrute
  • guter Frontstand mit ausreichender Winkelung
  • sehr gute Brusttiefe, korrekte Front, kurzer fester Rücken
  • zügig und frei in der Bewegung, perfektes Gangwerk
  • freundliches Wesen
Den freiwilligen Wesenstest hat Aischa 2007 mit Bravur bestanden.

Unsere Zuchtstätte, das Welpenzimmer im Wohnhaus und die Außenanlage im Garten, Wusel-Burg genannt, wurde durch den Zuchtwart inspiziert und für sehr gut befunden.

Hundezucht bedeutet für mich engster Kontakt zu den Welpen und ihre bestmöglichste Sozialisierung. Aischa und Schäferhund Barry sind als Familienmitglieder immer an unserer Seite und so wachsen auch die Welpen liebevoll betreut in Wohnhaus und Garten auf. Das Welpen-Zimmer ist ein Raum, in dem auch ich nachts schlafe. Auch nach dem Umzug in die Wusel-Burg verbringen die Welpen viel Zeit in unserem Wohnhaus, denn nur so ist es möglich, ihnen einige Grundregeln des Zusammenlebens mit uns 2-Beinern zu vermitteln und sie an Geräusche wie z. B. vom Staubsauger ...  zu gewöhnen. Da ich zu Hause bin, kann ich viel Zeit in die Welpen-Aufzucht investieren. Die Hunde lernen u. a. im Auto mitzufahren und Leinen zu tragen. Auch unser Schäferhund Barry kümmert sich liebevoll um den Nachwuchs, so dass von Anfang an der Kontakt zum Hund einer anderer Rasse besteht.

Des weiteren bedeutet Hundezucht für mich eine lebenslange Verantwortung für den Nachwuchs. Selbstverständlich stehe ich den Adoptiv-Eltern meiner Hunde auch nach dem Kauf in Fragen der Haltung und Erziehung zur Seite.

Meine Welpen erhalten VDH-Papiere und ich gebe sie umfassend geimpft, entwurmt und gechipt nur in verantwortungsbewusste Hände. Daher möchte ich meine Welpen-Käufer frühzeitig kennen lernen. Bei sehr weiter Anreise biete ich die Möglichkeit einer Übernachtung in unserem kleinen Gästezimmer.

Ich will meine Hündin in keinster Weise überfordern und möchte mich auch nach dem Verkauf umfassend um den Nachwuchs kümmern, soweit dies von den neuen Besitzern gewünscht wird. Daher planen wir nur alle 2 Jahre Würfe.

Unser A-Wurf, 4 Rüden und 6 Hündinnen (Vater: Yule vom Nordkristall), wurde am 21.03.2007 geboren. Aischa erwies sich bei der Geburt und Welpen-Aufzucht als sehr instinktsicher. Alle 10 Welpen haben sich hervorragend entwickelt und bereiten ihren Familien viel Freude. Zu allen habe ich noch immer einen guten Kontakt.

Unserer B-Wurf, 6 Rüden und 3 Hündinnen, am 03.August 2009 geboren, haben sich gut im neuen zu Hause eingelebt und bereiten ihren Adoptiv-Familien viel Freude.
Als Deckrüden hatte ich Caid vom Nordkristall auserwählt. Aischa und Caid hatten sich vor dem Deckakt auf dem Hundesportplatz und bei einem Besuch in unserem Garten kennen gelernt. Caid ist ein 2 Jahre alter schwarz-roter Rüde von mittlerer Größe. 2008 wurde er auf der internationalen Rassehundeausstellung in Berlin mit "Vorzüglich 1" bewertet. Die Bewertung "V1" bedeutet, er war der beste Rüde im Ausstellungsring. Auf den Spezial-Zuchtschauen 2007 in Berlin-Erpetal, .2009 in Jarmen sowie 2009 in Berlin-Birkenwerder erhielt Caid ebenfalls die Formwertnote "Vorzüglich 1" und besitzt nun ebenso wie Aischa eine Vorzügliche Zuchtbewertung!!!
Caid ist elegant und quadratisch gebaut, hat einen hervorragenden Brand, sehr schöne Klapp-Ohren, dunkle Augen und ein freundliches Wesen. Seine HD-Untersuchung (Hüftgelenkdisplasie) erbrachte ein A1, welches das beste Ergebnis ist. Genau wie Aischa besitzt er eine reinerbig unverdünnte Fellfärbung, was von Vorteil
ist, wenn man die Welpen später eventuell zur Zucht einsetzen möchte (Das bedeutet, eine Untersuchung der Nachkommen von Aischa und Caid auf "DILUTE-Färbung" ist  nicht erforderlich, weil sie zwangsläufig ebenfalls eine reinerbige Fell-Färbung besitzen.). Ein freiwilliger Gentest erbrachte, dass Caid kein Anlageträger der Willebrand Krankheit (eine sehr seltene Bluter-Krankheit) ist, seine Nachkommen können also nicht daran erkranken. Gemäß Untersuchungsbefund beim DOK-Arzt vom 24.04.2009 ist Caid frei von erblichen Augenkrankheiten. Auf den Ahnentafeln unserer B-Welpen gibt es kleine verwandtschaftlichen Übereinstimmungen zwische Aischa und Caid. Es bestehen also für die Welpen keine eventuell durch enge Verwandtschaft hervorgerufenen Risiken.
Die Homepage von Caid finden Sie unter Kontakt / Links.


(Die Geschichte unseres A- und B-Wurfes können Sie im Fotoalbum verfolgen)
 
 
Aischa's Ahnentafel :
     
 
 
 

Traurige Nachricht

Leider wird es im Zwinger vom Senziger Wusel keine Würfe mehr geben.

 

An Aischas 6. Geburtstag hatte ich beim Schmusen einen Knoten in ihrer Brust festgestellt. Die Entscheidung, diesen Knoten entfernen zu lassen war richtig, denn es stellte sich heraus, dass es sich um ein bösartiges Karzinom handelte. Das umliegende Gewebe war nicht betroffen und das Karzinom noch sehr klein, so dass gute Aussichten bestehen, dass kein weiterer Krebs entsteht.

Von 2 unabhängigen Tierärzten erhielt ich jedoch folgende Auskunft:

 

"Scheinträchtigkeiten fördern die Bildung von Karzinomen an der Gesäugeleiste. Ruhende Knoten fangen häufig in dieser Zeit an zu wachsen und entarten dann auch maligne (bösartig). Durch eine Trächtigkeit wird das Tumorwachstum hingegen gehemmt. Diese Zusammenhänge hat z.B. Überreiter 1968 beschrieben."

 

Da Aischa zur Scheinträchtigkeit neigt und vor der Wurfplanung noch 2 Läufigkeiten liegen, habe ich mich schweren Herzens entschlossen, Aischa kastrieren zu lassen. Die Gesundheit meiner Hündin geht mir über alles. Sollten sich weitere Knoten bilden und ich hätte nicht alles getan, um dies zu verhindern, könnte ich mir das nie verzeihen. Somit wird es keine weiteren Senziger Wusel geben. Die Anschaffung einer 2. Hündin ist nicht möglich, denn Aischa reagiert eiversüchtig, wenn sich ein anderer Hund (mit Ausnahme unseres Schäferhundes, den sie von klein auf kennt) in unserem Haus befindet oder sich mir nähert.

 

Sehr gerne berate ich weiterhin über die Rasse Deutscher Pinscher. 

 

Und nun noch einige Aspekte zur Wahl Ihres neuen Züchters:

(Aus Gesprächen mit Welpen-Käufern weiß ich, dass man mich als Züchter u. a. wählte, weil ich nur eine Hündin besitze und nur alle 2 Jahre einen Wurf plante.)

Daher möchte ich folgendes klar stellen:

  1. Züchter die mehrere Zucht-Hunde besitzen sind keinesfalls schlechte Züchter und, wie oft fälschlicher Weise die Meinung besteht, nur "auf's Geld" aus. Mit gewissenhafter Hundezucht lässt sich kaum Geld verdienen, auch wenn der Kaufpreis für den Welpen hoch erscheint. Für die vielen Arbeitsstunden, die man investiert und den geringen Verdienst, würde kein "normaler Mensch" arbeiten. Ein guter Züchter verfolgt die Strategie, die Rasse gesundheitlich oder optisch zu verbessern. Also sind Züchter gezwungen, Hündinnen aus eigener Zucht zu behalten, um damit gezielt weiter züchten zu können oder aber sich Hündinnen in's Haus zu holen, die gut zu den von ihnen gezüchteten Rüden passen. Wenn man großes Glück hat, kann es sogar sein, dass sich mehrere Hündinnen um einen Wurf kümmern, was von großem Vorteil ist.
  2. Es ist nicht falsch, wenn eine Hündin ein mal pro Jahr Welpen aufzieht. Dies passiert bei allen wild lebenden Tieren. Im Gegensatz zu Wölfen, werden Hündinnen jedoch 2 oder sogar 3 mal pro Jahr läufig. Unsere Zuchtordnung verbietet den Zuchteinsatz zu jeder Läufigkeit. Einige Hündinnen werden scheinträchtig, das heißt sie produzieren Milch, obwohl sie keinen Wurf haben. Die Scheinträchtigkeit bei Wölfen ist von der Natur sehr klug eingerichtet, denn diese Wölfinnen beteiligen sich an der Aufzucht des Nachwuchses und können ihn ernähren. Eine scheinträchtige Hündin als Amme einzusetzen, ist jedoch kaum möglich. Dass Scheinschwangerschaften das Brustkrebsriesiko erhöhen aber durch Trächtigkeiten das Tumorwachstum gehemmt wird, ist für mich eine neue Erkenntnis.
 
 
 
 

Das Jahr 2011 war für Aischa nicht so schön. Hier ein kleiner Bericht:

 Drei Operationen musste Aischa über sich ergehen lassen. Es fing im März damit an, dass sich ein Knoten in ihrer Brust gebildet hatte. Der wurde entfernt und es stellte sich heraus, dass er bösartig war. Schweren Herzens hatte ich mich, nach dem ich erfuhr, dass Scheinträchtigkeiten die Entstehung weiterer Knoten fördern können, entschlossen, Aischa kastrieren zu lassen.

Doch genau am vereinbarten Operationstag wurde Aischa, einen halben Monat zu früh, läufig. Also sollte ich abwarten, bis die Läufigkeit vorbei ist. Jedoch, die Läufigkeit hörte nicht auf. Der Tierarzt sagte, wir müssten Geduld haben, eine Kastration in der Läufigkeit wäre viel zu gefährlich. Aber es nahm kein Ende. Als ich dann merkte, dass sie einen steifen Gang bekam und offensichtlich Schmerzen hatte, sind wir in die Tierklinik gefahren. Das Ultraschallbild zeigte, dass Gebärmutter und Eierstöcke voller Zysten waren. Die Läufigkeit hätte in diesem Zustand nie von alleine aufgehört. Wir erhielten gleich für den nächsten Tag einen Termin für die Kastration.

Die OP hat Aischa relativ gut überstanden, doch der Befund war nicht so toll, denn es waren nicht nur Zysten, sondern auch bösartige Karzinome dabei. Aber die waren ja nun raus und ihre Lunge, wo sich hauptsächlich Metastasen bilden, laut Röntgenbild in Ordnung. Endlich nach 10 Tagen wurden die Fäden gezogen und Aischa durfte wieder ohne Halskrause rum laufen. Doch dann bildeten sich entlang der Nahtstelle Euro-Stück große Entzündungsherde, also wieder in die Tierklinik! Aischa vertrug den Unterhautfaden nicht, das heißt er löste sich nicht auf, wie er es eigentlich hätte tun sollen. Eine erneute OP folgte bei der die Fäden herausgeschnitten wurden. Leider hatte man "gerödelte", d. h. aus mehreren Einzel-Fäden zusammen gedrehte, verwendet und daher konnten nicht alle kleinen Faden-Fussel entfernt werden. Einen ganzen Monat lang waren wir alle 2 bis 3 Tage in der Tierklinik, immer wieder mussten die Entzündungsherde aufgeschnitten, der Eiter entfernt und die Wunden gespült werden. Und das alles ohne Betäubung !!! Zum Glück hat Aischa ein riesengroßes Vertrauen zu mir und hielt ohne Fesselung und Maulkorb auf dem OP-Tisch relativ still. Endlich war dann das letzte Fadenstück raus gespült oder geeitert. Aischa durfte endlich wieder ohne Halskrause herum laufen.

Doch die Freude dauerte nicht lange. Ich entdeckte neue Knoten in ihrer linken Brustleiste. Mein Tierarzt riet mir, sobald ein Wachstum der Knoten festgestellt wird, die gesamte Brustleiste zu entfernen. Leider wuchsen sie. Ich hatte natürlich fürchterliche Angst vor der OP. Heute bin ich sehr, sehr froh, dass wir es haben machen lassen. Obwohl der Schnitt lang ist, hat Aischa alles bestens verkraftet, überhaupt nicht gejammert und die Schmerz-Tabletten konnten wir getrost schon nach 3 Tagen absetzen. Die Wunde verheilte richtig gut und Faden-Reaktionen gab es auch nicht.

Inzwischen ist ihr Fell nach gewachsen und man sieht fast nichts. Das Beste jedoch ist, diese Knoten waren nicht bösartig, wären warscheinlich aber  umgeschlagen, wenn wir länger gewartet hätten. Aischas Lunge ist in Ordnung und die Metastasengefahr scheint gebannt. Die Brustleisten sind blutkreislaufmäßig voneinander getrennt, so dass nicht zu erwarten ist, dass sich in der anderen Leiste etwas bildet.

Ich denke, wir haben, bei allem Pech in diesem Jahr, trotzdem großes Glück gehabt.

Beim Tierarzt: Wer hat wohl mehr Angst, Frauchen oder ich ????

 

Doch dann war alles überstanden. Aischa erfreut sich wieder bester Gesundheit und springt mit Barry durch das hohe Gras !!!!!

 

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